Ich bin Kreativdirektorin M.A., Dozentin und Autorin der Bücher „KI für Kreative“ und „Ideenfindung mit KI„. Ich halte Vorträge und gebe Workshops über KI & Kreativität.
Wer meine Workshops oder mein neues Buch kennt weiß, dass ich mittlerweile hauptsächlich mit der Plattform Magnific (ehem. Freepik) arbeite. Gestern erreichte mich eine E-Mail in der versprochen wurde, dass ich Magnific nun über ein LLM meiner Wahl verwenden kann, also ChatGPT, Claude und alle „OAuth 2.1-compatible AI clients“. Das habe ich natürlich direkt getestet.
Welche LLMs sind kompatibel?
Im Newsletter gibt ein Screenshot eine Ahnung von den möglichen LLMs, die diese Funktion unterstützen. Darunter ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity. Getestet habe ich es mit ChatGPT. Eine offizielle Liste gibt es aktuell nicht, aber hier sind in einer Anleitung die einzelnen Tools genannt.
Wie verknüpfe ich mein LLM mit Magnific?
In ChatGPT hat es nicht mal eine Minute gedauert. Ich habe im Browser den Reiter „Apps“ im Menü links aufgerufen und Magnific gesucht. Dann habe ich auf „Verbinden“ geklickt und da ich in Magnific schon eingeloggt war, hat es sich direkt eingewählt.
Hier konnte ich noch wählen, ob ChatGPT auf Erinnerungen und andere Chats in dem Kontext zugreifen darf. Das habe ich allerdings nicht aktiviert. Magnific selbst zeigt hier in einem Tutorial, wie man die Verbindung mit Claude aktiviert. Hier findet ihr außerdem Infos, welche Tools ihr über MCP mit Magnific verbinden könnt.
Wie funktioniert die App?
In ChatGPT kann ich jetzt einfach in einem Chat bitten, etwas in Magnific zu erledigen. Ich kann aber auch über das „+“ im Chatfenster die App auswählen und dann meine Anweisungen geben. Um mir einen Überblick zu verschaffen, was ich so alles machen kann, frage ich ChatGPT einfach:
Prompt: Kannst du mir auflisten, was ich so alles über ChatGPT in Magnific machen kann?
Die Liste ist so lang, dass ich sie hier nicht wiedergeben kann. Einfach den Prompt ausprobieren – ob das alles stimmt, muss man natürlich ausprobieren.
Meine Lieblingsfunktionen
Ich nutze ChatGPT sehr gerne zum Prompten und mittlerweile auch in der Bildgenerierung. Folgende Funktionen von Magnific werde ich in Zukunft garantiert häufiger verwenden:
- Upscaling von KI-generierten Bildern
- Bilder generieren
- Videos generieren
- Bilder hochladen lassen, um sie als Vektorgrafik herunterzuladen
- Bildvarianten erstellen
- Das Bild in „Auto Layers“ bearbeiten
Im Laufe der Zeit werde ich noch mehr ausprobieren.
Mein neues Buch „Ideenfindung mit KI“ ist beim Rheinwerk Verlag erschienen. Darin beschreibe ich, wir ihr kreative Prozesse und Projekte mit Hilfe von KI umsetzen könnt – mit vielen praxisnahen Beispielen und fortgeschrittenen Prompttechniken und weiteren Ressourcen direkt zum Mitmachen.
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Aus ChatGPT Bilder mit Magnific hochskalieren – so geht’s
Magnific ist von der ersten Stunde an mein Favorit, wenn es um Upscaling geht. Zu beginn konnte man niedrig aufgelöst und manchmal auch etwas missglückte KI-Bilder retten und in eine druckfähige Auflösung bringen. Nun ist der Upscaler in der Plattform verfügbar und hat noch ein paar Upgrades erhalten. Besonders praktisch ist die Funktion „Präzision“, über die man Bilder skalieren kann, die aber in ihren Details nicht verändert werden sollen. Auch für Fotos ist das sehr praktisch. Ich generiere also ein Bild und gebe in das Promptfeld ein:
Skaliere das Bild in Magnific 4-fach über Präzision mit Sublime.
Ich erhalte prompt eine Antwort, die auf ein Problem mit meinem Wunsch zu einer bestimmten Einstellung hinweist:

Es öffnet sich kein neuer Tab, der mich direkt zu meinem Bild führt – also muss ich mich bei Magnific einloggen und selbst dort hinfinden. Schade. Aber mein Bild wartet schon auf mich.

Scheinbar sind über ChatGPT nur die Standardfunktionen verfügbar – vielleicht ändert sich das ja noch im Laufe der Zeit oder ich muss anders prompten. Zeit gespart habe ich definitiv, ich kann einfach im Chat weitermachen, Varianten generieren und dann an Magnific senden, um diese zu bearbeiten oder zu skalieren.
Workflows steuern über ChatGPT
Magnific bietet sogenannte Spaces bzw. Flows, also vorgefertigte oder eigene Workflows, die mehrere Modelle hintereinanderschalten, um z. B. Mockups zu erstellen oder aus Bildern verschiedene Videoszenen zu generieren. Ich teste es und gebe in den Chat ein: Ich möchte daraus ein Mockup machen. Kannst du es mir in den Flow „Mockup Plakat“ reinladen? Schreibe mir dazu einen passenden Prompt, der zu einer Szene passt, in der das Plakat fotografiert werden sollte. Am besten in Deutschland, vielleicht als Werbung in der Stadt.
Es dauert ein paar Minütchen, und die Antwort kommt diesmal direkt auch mit Bild in ChatGPT.

Zugegeben, der Flow wurde von mir gerade erst angelegt und umbenannt und wahrscheinlich nicht richtig gespeichert. Aber das war sowieso nur eine Kopie des Flow-Templates von Magnific. Ich wurde trotzdem nicht enttäuscht: Ich erhalte sogar direkt in ChatGPT das Mockup und den Prompt dazu. Natürlich schaue ich auch gleich in Magnific nach, ob das wirklich dort über den Flow generiert wurde. Das wurde es. Diesmal kann ich sogar aus ChatGPT direkt zum Bild gelangen, indem ich meine Maus über das Bild fahre und „Open in Magnific“ wähle. Es werden auch noch weitere Funktionen angeboten, wie die Design tools „Auto Layers“ und „Auto Resize“. Doch das hat nicht ganz funktioniert – da müssen die Entwickler*innen noch mal ran.
Fazit
Ich bin begeistert von dieser Möglichkeit und mir fallen auf Anhieb viele Anwendungsfälle ein, die meinen Arbeitsalltag extrem erleichtern werden. Sobald ich mehr getestet habe, gibt es hier vielleicht ein Update oder einen neuen Blogeintrag.
Bildnachweise
Das Titelbild dieses Posts wurde mit Hilfe von ChatGPT Image 2 generiert. Abbildung Buch vom Rheinwerk Verlag. Foto von mir ist von Aline Lange Fotografie.
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